Interview

Shattered Hope

Los geht’s mit einer kurzen Vorstellung: Wer seid Ihr?

Wir sind Shattered Hope aus Athen, Griechenland. Wir spielen atmospherischen Doom/Death – Funeral Doom Metal. Die Band besteht aus Sechs Mitgliedern: Gesang, Gitarren, Bass, Schlagzeug und Keyboard.

Wie hat alles angefangen?

Im Juli 2002 entschieden sich vier Freunde von der Highschool eine Band zu gründen und sich so über die Musik, die sie ohnehin schon bewunderten, selbst auszudrücken. Wir fanden bald zwei weitere Personen, das Line Up zu komplettieren, und begannen mit der Probe von Covern und eigenen Ideen. Die ersten Jahre waren wirklich hart, denn wir hatten viele Line Up Wechsel, was auch der Grund dafür ist, dass wir erst 2004 unseren ersten Gig mit Covern und Shattered Hope Songs gespielt haben. Weitere Line Up Wechsel folgten und erst 2008 konnten wir von Stabilität reden. Das ist auch das derzeitige Line Up. Über die Jahre haben wir eine Demo namens “A View of Grief” (2005), eine Promo “Promo 2007” (2007) und unser Debüt Album unter dem Namen “Absence” (2010) aufgenommen.

Erinnerst Du Dich an Deinen (wirklich) ersten Kontakt zur Musik? Erzähl uns davon...

Wenn ich mich recht erinnere, dann war ich 10 Jahre alt, als ich das erste Mal Gitarre gespielt habe. Allerdings habe ich kaum ein Jahr später wieder aufgehört. (Hatte) Keinen Musikgeschmack damals und auch keinen Drang irgendetwas zu spielen und Musik zu machen, die Sinn ergeben würde. Einige Jahre später, als ich anfing Gefallen zu finden an Musik wie Pink Floyd, Black Sabbath, etc., entschied ich mich, wieder zur Gitarre zu greifen und Musik zu machen. Und einige Jahre darauf wurde die Band gegründet. Seitdem gehört Musik zu meinem täglichen Leben.

Euer Debüt-Album beinhaltet 7 Lieder verschiedener Art: Hast Du einen Lieblingssong?

Das ist eine schwierige Frage. Ich denke, ich habe zwei Lieblingslieder auf dem Album und es ist wirklich schwer, sich für einen zu entscheiden. Ich würde vorsichtig sagen, das letzte Lied: “The Utter Void”. Ich mag es sehr, denn es verbindet fast alle auf “Absence” vertretenen Elemente und es ist wirklich ein persönliches Lied.

Erzähl uns vom kreativen Prozess: Was kommt zuerst, Musik oder Text?

Meistens die Musik. Wir schreiben einen Song, proben ihn alle zusammen, geben ihm Form und dann schreibt Nick die Texte mit der Musik im Hinterkopf. Danach proben wir den Song nochmal mit Gesang und entscheiden uns für die letztendliche Form.

Könnt Ihr von der Musik leben müsst Ihr Euren Lebensunterhalt anderweitig verdienen?

Unglücklicherweise können wir nicht von der Musik leben, aber um ehrlich zu sein, ist uns das ziemlich egal. Musik ist unsere Leidenschaft und wir machen sie, weil wir das mögen, also haben wir auch geregelte Jobs, um Geld zu verdienen. Besonders unser Musikstil ist nicht so sehr populär, als dass man davon leben könnte.

Habt Ihr studiert oder eine Ausbildung gemacht?

Einige von uns haben Musik studiert vor einigen Jahren, aber keiner hat ein Diplom. Unser anderer Gitarrist hat einen Abschluss als Tontechniker, was freilich etwas der Musik sehr ähnliches ist.

Seid Ihr Familienmenschen?

Mehr oder weniger sind wir das. Ich für meinen Teil, hänge nicht die ganze Zeit zu Hause mit meiner Familie rum. Klar, Familienbeziehungen sind wirklich wichtig für das Alltagsleben und Psychologie, deshalb glaube ich, dass jeder irgendwo ein Familienmensch ist, ohne die Beziehung überzustrapazieren, versteht sich, wie jede andere Beziehung auch.

Woher nehmt Ihr Eure Inspiration?

Mit Sicherheit aus der der Musik, die wir in unserem alltäglichen Leben hören. Die gewöhnlichsten Dinge sind auch die wertvollsten. Wir nehmen unsere Inspiration aus unserem Alltagsleben, aus jeder Form der Beziehung, aus jedem möglichen Verhalten, Situationen und Reaktionen, die in unserem Leben passieren und auf der Welt. Gesellschaft, Religion und religiöse Ehrfurcht, Werte, Moral und Unmoral. Und aus beinahe Allem.

Wo seht Ihr Euch in 10 Jahren?

Um ehrlich zu sein, weiß ich das nicht wirklich. Vielleicht werden wir denselben Doom-Kram spielen, vielleicht etwas anderes. Vielleicht werden wir da aber auch gar nicht mehr existieren. Wir wussten vor 5 Jahren nicht, wo wir heute sein würden, genauso wissen wir nicht, wo wir in 10 Jahren sein würden. Ich hoffe nur, dass ich dann immer noch Musik machen werde. Das ist ein großer Teil von mir.

Wenn Du eine Comicfigur wärst, wer wärst Du dann?

Höchstwahrscheinlich Spider Jerusalem of Transmetropolitan!! die heutige Gesellschaft und Politik machen mich krank, und dieser Charakter scheißt auf das wertlose System.

Wenn die Welt morgen untergehen würde, und Du wüsstest es, was würdest Du tun?

Ich würde definitiv all mein Geld für sinnvolle und sinnlose Dinge ausgeben, ohne drüber nachzudenken, dass ich danach blank wäre. Mich bei den Menschen entschuldigen, denen ich ungerecht gegenüber war,  und die ganze Nacht trinken auf einer riesigen Party bis zum Ende.

Stell Dir vor, Du strandetest auf einer einsamen Insel... was würdest Du mitnehmen?

Mein Handy, damit ich jemanden anrufen kann, der mich abholt!!!! 

mica

 

14.04.2011

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