Interview

Poets of the Fall (Marko Saaresto)

Vor dem Konzert von Poets of the Fall in Berlin am 23. Mai 2010 hatten wir Gelegenheit, ein kleines Interview mit Sänger Marko Saaresto zu führen, bei dem er zeigte, wie leicht es ist, erfolgreich, bodenständig und sympathisch zugleich zu sein.


Mein Name ist Marko, ich bin der Sänger von Poets of the Fall.
Poets of the Fall ist eine Rockgruppe aus Finnland. Wir machen eine alternative Art von Rock, er eine Menge Kontrast in der Musik hat. Es gibt viele Balladen, viele Rocksongs und so ziemlich alles dazwischen und, ja, wir neigen dazu, recht experimental in unserem Klang und unseren Ideen zu sein. Wir versuchen, eine Menge Gedanken in die Musik mit einzubeziehen.
Von unserem Hintergrund her hören wir alles, von Jazz bis zu Klassischem, bis zu Heavy Metal. Bands wie U2, Iron Maiden, Metallica, Queensryche, Pink Floyd sogar, Joe Satriani, Steve Vai – für die Gitarren-Leute, die sich total dafür interessieren… Es gibt eine Menge Musik und wir wollen uns selbst oder irgendetwas anderes nicht in irgend ein Genre stecken. Man nimmt einfach die Musik, die man mag – es ist egal, ob jemand sagt, sie gehöre in dieses oder jenes Genre. Das sind nur unwesentliche Details. Musik ist Musik.

Woher kommt der Bandname – warum „Fall“?

Also, der “Fall” ist ja ursprünglich ein biblischer Begriff: der Fall, also Adam und Eva, der Sündenfall und das alles. Aber es… Also es war ein Prozess, als wir verschiedene Namen aufschrieben und überlegten, was unsere Musik am besten beschreiben würde. Wir wollten etwas, das schon von vorne herein eine Art Atmosphäre erzeugt, so dass man, wenn man einfach nur den Bandnamen hört, schon ein Gefühl bekommt, wie die Musik sein wird. Wir haben also jede Menge Namen aufgeschrieben, mir fiel Poets of the Fall ein und die Jungs sagten „ja, das ist eine gute Idee, lasst uns die Band Poets oft he Fall nennen“. Am Anfang dachten wir noch „na ja, das ist ein langer und ein bisschen schwieriger Name“, vor allem in Finnland. Die Leute sprechen zwar Englisch, aber eben nicht jeder tut es und so wäre es vielleicht ein bisschen schwer zu verstehen, aber dann dachten wir uns, dass wir ja die Musik auf Englisch schreiben, weil wir alle mit Englischsprachiger Musik aufgewachsen sind. Und wir wollten ja auch nach Europa und vielleicht sogar in die Staaten gehen, um vor Leuten zu spielen, die ja Englisch als Muttersprache sprechen, also dachten wir uns, es wäre nicht zu schwierig für die Leute im Rest der Welt, sagten uns „okay, das ist cool“ und entschieden uns für diesen Namen. So, wir es für uns gelaufen ist, war das ja ganz erfolgreich, denn der Name hat die ganze Idee von Stimmung und Atmosphäre genau so vorweg genommen wie wir es uns für die Musik gewünscht hatten. Die Leute stolpern über den Namen und denken sich „okay, wie klingt wohl die Musik“, schalten sie ein und sagen dann „ja, das ist genau, was ich mir erwartet hatte“. Und genauso oft kommt es vor, dass die Leute die Musik zuerst hören, anfangen sich dafür zu interessieren, und dann den Namen hinterher kennenlernen.

Eure Bandgeschichte ist ja eine einzige Reihe von Erfolgen. Was ist also jetzt als nächstes geplant?

Was planen wir als Nächstes. Nun, unser viertes Album, Twilight Theater, wird in diesem Herbst in Deutschland veröffentlicht, das wird also einer der wichtigsten Punkte für uns in diesem Jahr sein. Wir arbeiten sehr darauf hin, indem wir Leute treffen, Interviews geben, heute das Konzert hier in Berlin spielen und so weiter. Ich hoffe, das wird hier in Deutschland gut funktionieren, denn es ist ein tolles Land, um herzukommen – super Leute, super Fans und wirklich schöne Clubs, alles funktioniert, und das ist sehr gut.
Es wird also vielleicht auch eine längere Deutschlandtour geben?

Ehm, well I’m hoping that in the fall this is gonna happen, you know, so we just keep you, you know, fingers crossed and thumbs up, you know. So, hope-hope. [lacht]

 

apae

 

13.06.2010

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