Konzertbericht
Hardcore Superstar / Crashdiet
01. Dezember 2007
Erfurt, Museumskeller
Kurz vor dem Einlass halb neun fanden sich nur vereinzelte Fans vor dem Museumskeller ein, jedoch füllte sich dieser in der Stunde bis zum Konzertbeginn noch deutlich.
Der Museumskeller ist ein kleines Mauergewölbe und eignet sich vom Ambiente her sehr gut für Konzerte mit fast familiärer Atmosphäre, denn die Musiker müssen auf dem Weg zur Bühne mitten durchs Publikum laufen. Und da der Museumskeller nur ca. 200 Leute fasst, ist er auch eher klein und somit kommen die Fans den Bandmitgliedern sehr nahe. Und auch aus der letzten Reihe ist die Sicht noch relativ gut.
Da die Musiker auch denselben Ein- und Ausgang wie die Konzertbesucher benutzen mussten, war es möglich, die Bandmitglieder bereits vor der Show ungeschminkt und ganz aus der Nähe zu betrachten.
Pünktlich halb zehn begann die Vorband Crashdiet mit ihrer Show. Sie legten gleich mit dem Powersong In the Raw vom zweiten Album "The Unattractive Revolution" los, der mit seiner Melodie schnell das Publikum begeisterte. Die Band zeigte mit ihrer Bühnenpräsenz ihre Leidenschaft für die Musik sehr deutlich. Besonders der Sänger Olliver Twisted legte sich ins Zeug. Während eines Songs verließ er die Bühne um eine Mauersäule mitten im Publikum zu erklimmen. Das steckte das Publikum natürlich an und die Stimmung wurde immer besser.
Sowohl das zweite Queen obscene, das dritte Riot in everyone als auch das fünfte Lied Tikket stammen vom ersten Album "Rest In Sleaze", welches noch mit dem vorherigen Sänger Dave Lepard aufgenommen wurde. Der vierte Song I don´t care wiederum ist vom zweiten Album, welches erst neu auf dem deutschen Markt ist. Leider spielten Crashdiet nur diese fünf Songs, dennoch gab es einen Riesenapplaus als die vier Musiker ihren Auftritt beendeten.
Crashdiet schafften es geradezu mit Leichtigkeit das Publikum anzuheizen und auf den Headliner vorzubereiten. Sie konnten das Feuer und die Leidenschaft gut vermitteln und die Fans damit anstecken. Nach ihrem Auftritt mischten sie sich unters Publikum und so ermöglichten sie den Kontakt mit ihren Fans. Es gab auch den Einen oder Anderen, der ein Autogramm oder ein Foto zusammen mit der Band oder einzelnen Bandmitgliedern haben wollte.
Nach einer kurzen Pause, in der die Drums der Vorband abgebaut wurden, ging es auch gleich mit den mehr oder minder Sleazerockern von Hardcore Superstar weiter. Die seit 1997 existierende Band legte ebenfalls mit vollem Elan und Need no Company, dem Eröffnungssong des neuesten Albums, los und es dauerte nicht lange, bis die Stimmung auf dem Höhepunkt war. Auch diese Jungs gaben Gas und Sänger Jocke Berg heizte dem Publikum richtig ein. Songs wie Wild Boys oder She’s Offbeat zogen bald jeden mit und es gab kaum jemanden, der nicht zumindest mit nickte. Die Hardcore Superstars lieferten eine gute Show und zogen die Zuschauer vom ersten Song an in ihren Bann. Ihr Auftritt machte richtig Spaß, sowohl ihnen selbst als auch den Fans. Ihre Songs waren gut ausgewählt (wenn auch lediglich Lieder der letzten beiden Alben gespielt wurden) und hielten die Stimmung die ganze Zeit auf einem hohen Level. Das zeigte auch der Wunsch nach einer Zugabe, welcher am Ende ihrer Performance laut wurde und dem die Hardcore Superstars mit We don’t Celebrate Sundays nur zu gern Folge leisteten.
Sie zeigten während ihres Auftritts mehr als einmal, dass sie es lieben vor ihren Fans zu spielen.
Ein Besuch des Konzerts ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert und mit einem Preis von 14€ an der Abendkasse eigentlich ein Schnäppchen.
fsch






