Konzertbericht

The Duke Spirit

10. März 2012
C-Club, Berlin

Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

 

Schon von Beginn an scheint dieser Abend unter einem schlechten Stern zu stehen. Nicht nur, dass in der benachbarten Columbiahalle STING vor den ausverkauften Reihen spielt, sowohl Einlass, als auch Beginn des Konzerts verzögern sich (zum Glück nur ca. 15 min). Nachdem die Türen sich gegen 19:15 Uhr öffnen, sammeln sich die Leute auch nach und nach im Saal.
Die vier Jungs von [pi !] aus Dresden betreten um 20:12 Uhr die Bühne und versuchen das Publikum mit ihrem Rock auf die Hauptband des Abends vorzubereiten.  Trotz technischer Unterstützung hat es Sänger Christoph Meisselbach jedoch nicht leicht, die sich angeregt unterhaltende Menge zu übertönen oder zum Genuss der Musik zu motivieren. Als er aber der Menge mit Humor entgegentritt, indem er seine Freude über das "angeregte" Zuhören äußert, gewinnt er das Publikum für die Band und ihre Musik. Weiteren Humor zeigt Christoph mit Blick auf ihre Merchandise-Artikel: "Der Erlös geht an die pi-Stiftung, die sich um das leibliche Wohl der Band kümmert." Als er das Publikum auffordert, weiter an die Bühne zu treten, um ein Beweisfoto für seine Freunde in Dresden zu schießen, bricht das Eis zwischen Publikum und Supportband endgültig. Die restliche Zeit bis 20:50 Uhr, dem Ende des Supportaktes, stimmt das Verhältnis zwischen Band und Publikum, und das Publikum honoriert die einzelnen Songs durch anständigen Applaus.

Um 21:25 Uhr verdunkelt sich der mittlerweile stark gefüllte Saal und die Töne zu Everybody´s under your Spell ertönen. The Duke Spirit betreten die Bühne und Sängerin Liela bringt die Menge auf Touren. Ohne große Unterbrechungen folgen die nächsten vier Titel – Procession, The Step and the Walk, Bottom of the Sea und Don't Wait. Ein langes "Dankeschön" seitens Liela ist die Reaktion auf den großartigen Applaus aus dem Publikum. Als Zuschauer bzw. –hörer auf diesem Konzert bekommt man neben guter Musik und guter Laune einiges geboten. So schwingt Liela permanent in artistischer Eleganz das Mikro vor sich her und beteiligt sich außerhalb ihres Gesangs auch instrumental am Geschehen. Villain meistert sie nahezu allein am Keyboard und bei Surrender oder A Wild Hope schüttelt sie ein Percussion-Instrument nach dem anderen.  Jede noch so kurze Pause zwischen den Songs wird berechtigter Weise für Applaus in besonderem Maße genutzt.  Nach Love Is… verabschiedet sich die Band mit den Worten "Dankeschön, very, very much! See you soon." und die Zugaberufe der Menge ertönen.  Das Konzert endet um 22:28 Uhr nach drei Zugaben.

The Duke Spirit sind nicht nur von den Aufnahmen eine ziemlich gute Band. Sie veranstalten zudem auch grandiose Konzerte, die Spaß machen und gute Laune verbreiten.

melf

 

10.03.2012


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