Plastic Tears
Fangen wir einfach mal damit an: Wer zur Hölle seid ihr?
Wir sind Plastic Tears, eine Street Rock Band aus Helsinki. Ich bin Miqu, der Sänger, und bei einigen Fragen ist auch Eco, unser Drummer, mit dabei.
Woher kommt der Bandname?
Miqu: Nun… manche Leute denken, dass Typen, die MakeUp tragen, nicht ernst und ein bisschen Fake sind. Das ist zumindest bei uns nicht der Fall, also wählten wir einen selbstironischen Bandnamen. Wenn wir nicht echt sind, können unsere Tränen das auch nicht sein.
Wie sah dein erster Kontakt mit Musik aus und was sind deine größten Einflüsse?
Miqu: Puh, es ist schwer, sich daran zu erinnern. Ich glaube, meine Eltern mochten Elvis, als ich noch sehr klein war. Demnach war er der erste, den ich musikalisch mochte und noch immer mag. Ich war auch eine zeitlang Punkfan, und bin es noch, also denke ich, dieses sind meine musikalischen Wurzeln.
Wie entwickeln sich Songs bei Plastic Tears?
Miqu: Meistens habe ich eine rohe Version bereits fertig, die ich den andern Jungs zeige. Ein Riff und eine Songmelodie mit ein paar groben Lyrics oder so. Der Abschluss wird dann bei Proben gemacht und „tadaa“ – wir haben einen neuen Song!
Welchen Job hättest du, wenn du nicht Musiker geworden wärst?
Eco: Musikvideo-Regisseur.
Miqu: Ich weiß es immer noch nicht… Aber ich denke, Eco würde sich auch für die Regie einer anderen Art von Videos interessieren… ;)
Woher nehmt ihr eure Inspiration?
Miqu: Das könnte alles sein. Und es ist ziemlich schwer zu sagen, es kommt einfach auf dich zu wie ein Lichtstrahl vom Himmel und verschwindet dann wieder, wenn du nicht schnell genug bist.
Was war die Beste Entscheidung in der doch recht bewegten bisherigen Bandgeschichte, und gibt es etwas, dass ihr ändert würdet, wenn ihr könntet?
Miqu: Oh, es gibt eine Menge Dinge, die ich ändern würde. Aber wie es auch in unserem Song heißt: du „kannst nicht ungeschehen machen, was bereits getan ist“ (Tainted Memories).
Aber ich denke, die beste Entscheidung war, dass wir beschlossen haben, nach all unseren Schwierigkeiten zurückzukommen. Und jetzt haben wir ein großartiges Rock’n’Roll-Album in Händen!
Welche Pläne stehen jetzt ihr für die Zukunft an – was kommt als Nächstes?
Miqu: Jetzt muss ich dir ein paar Cliché- und klassische Antworten geben, aber… Wir wollen das Album so Vielen bekannt machen, wie möglich, und weiter daran arbeiten, größere und bessere Shows und Alben zu machen!
Könnt ihr von eurer Musik leben oder müsst ihr anderweitig euren Lebensunterhalt verdienen?
Eco: Nein, ich bin zum Stempeln gehen verurteilt.
Miqu: Ich auch…
Habt ihr Hobbies, die nichts mit Musik zu tun haben? Womit verbringt ihr eure Freizeit?
Eco: Motorradfahren und Eishockey.
Miqu: Lesen, gute Filme, kochen, Squash und Videospiele. Aber Musik ist immer die Nummer Eins!
Welche sind eure Lieblingssongs auf „Nine Lives Never Dies“?
Miqu: Jeder von uns scheint andere Lieblingssongs zu haben. Eine Menge Leute haben Tainted Memories erwähnt, und mein persönlicher Liebling ist vermutlich You Destroy Me.
Eco: Underworld Angels, der perfekte Rocksong.
Wo seht ihr euch selbst in zehn Jahren? Welche Wünsche möchtet ihr bis dann erfüllt wissen?
Miqu: Ich weiß nicht und ich habe auch nicht die Neigung, die Zukunft zu sehr zu planen. Wir werden sehen, wenn dieser Tag kommt. Ich wünsche mir, dass zumindest alles besser geworden sein wird, nicht anders herum, denn inzwischen habe ich mich um einen vier Monate alten Jungen zu kümmern...
Eco: Ich werde längst tot sein, weil ich meine schlechten Angewohnheiten einfach nicht ablegen will.
Miqu: Eco, du bist der sauberste von uns allen, also denke ich, werden wir dann alle unter der Erde sein…
Wenn ihr Comicfiguren oder Superhelden wärt, wer wärt ihr dann?
Eco: Goofy / Super Goofy
Miqu: Ich denke, das muss dann der Held meiner Kindheit sein, Rohan, in Finnland als Urho Tulitukka bekannt. Ein Steinzeitkrieger mit langen Haaren und einem blauen und einem braunen Auge. Er war ziemlich Rock’n’Roll und wie David Bowie, wegen der Augen.
Welchen Helden deiner Kindheit hältst du immer noch hoch?
Eco: „Who’s that riding into the sun? Who’s the man with the itchy gun? Who’s the man who kills for fun? Psycho Dad.”
Stellt euch vor, morgen ginge die Welt unter, und ihr wüsstet davon – was würdet ihr tun?
Miqu: Ich denke, wenn es nur eine Nacht hin wäre, gebe es nicht mehr viel zu tun. Von Freunden und Familie Abschied nehmen und sich ernsthaft betrinken.
Damit wären wir auch schon am Ende angelangt: Gibt es etwas, das ihr noch loswerden wolltet, eine Botschaft oder einfach etwas, das euch spontan in den Sinn kommt?
Wir hoffen einfach nur, dass ihr alle in Deutschland unser Album mögt und ihr es euch besorgt! Wir würden uns sehr freuen, bald mal zu euch zu kommen und ein paar Konzerte zu spielen, also keine Hemmungen, uns zu kontaktieren.
Ach ja, das Album könnt ihr von Deutschland aus zum Beispiel hier bestellen.
apae





