Finntroll – Nifelvind

Century Media
19. Februar 2010
6 von 6 Punkten

Der Finntroll ist zurück, und wie es scheint, ist er wieder im Blutrausch.
Auch wenn Blodmarsch eher weniger den kontinentalen Vorstellungen nordischer Tanzmusik entspricht, ist dieser Einstieg dennoch sehr atmosphärisch und gut gewählt, denn so richtig vergleichbar mit den Vorgängeralben ist Nifelvind nur in den Grundelementen. Richtig „typisch“ ist eigentlich nur Under Bergets Rot. Freilich wird auf höchstem Niveau dem Humpaa gefrönt, sowie das gewohnt düstere Kraftpaket der Metalschiene zelebriert, doch darf ich behaupten, dass der neue Silberling das bis dato abwechslungsreichste Werk ihrer gesamten Diskographie sein dürfte. Die Herren klingen symphonischer denn je, die Retro-Keyboard-Klänge sind an keiner Stelle unangepasst und die stilleren Joik-artigen Passagen wie in Tiden Under Tid ergeben ein in sich stimmiges und vollends abgerundetes Bild. Meine persönlichen Favoriten, sollte ich mich denn entscheiden müssen, sind das klar gesungene Galgasång sowie das stellenweise an die Nachbarn Dimmu Borgir erinnernde Mot Skugornas Värld.
mica

 

01.03.2010

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