Kalt - Der Sturm

Echozone
20. April 2012
2 von 6 Punkten

Monoton, lustlos, einschläfernd, langweilig, mit einer Schwäche für Wiederholungen und Zweiwortrefrains, ... Das zweite Album von Kalt hört auf den Titel Der Sturm, ist aber ganz und gar nicht stürmisch. Insgesamt kommt die Frage auf: Warum versucht Mike York auf Krampf, düster zu wirken – und knödelt seine Stimme dabei hilflos in gezwungenen Ernst hinab? Klar, Gothic Rock muss auch ein dramatisches Element zelebrieren, und natürlich lebt dieses Genre vor allem von der Selbstüberhebung der Künstler, aber manchmal ist es einfach zu viel. Drei gute Stücke vermag der wache Hörer auszumachen: Was Du hast ist musikalisch, Aalglatt textlich ein Anspieltipp; Outro bietet eine entspannende Sinfonie echten Regens. Das zehnminütige Im Auge des Sturms ist ein gähnend dahinplätscherndes, unaufgeregtes Instrumentalstück.
Diese Scheibe ist nicht dazu gedacht, vom Hocker zu reißen, aber ein wenig mehr Abwechslung, Einfallsreichtum oder Freiheit in der Umsetzung wäre wünschenswert gewesen.

apae

 

01.06.2012

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