Ill Niño – Epidemia

Afm Records (Soulfood)
26. Oktober 2012
6 von 6 Punkten

Mit Epidemia steht der sechste Silberling des "Kranken Kindes" aus New Jersey in den Läden und hinterlässt eine Spur der Verwüstung und des Nachdenkens. Sehr facettenreich, schön strukturiert, mit wunderbar abwechselnden Emotionen, ist das Album ein Ohrenschmaus vor allem für jene, die einem lateinamerikanischen Hauch immer etwas abgewinnen können, oder die auf mitreißende Rhythmen stehen.
Fängt die Epidemie noch mit einer düsteren, kraftvollen Depression an, wird sie schnell energiereicher, zuerst noch mit klarem, gefühlvollem Gesang, der sich mit alles erdrückenden Growls abwechselt, diesen dann aber das Feld überlässt, auf dass die gewaltige Energie der Growls alles hinfort fege.
Da nur Growls einfach nicht zu Ill Niño passen, wird daraus recht bald wieder ein melodischer Mix aus Growls und gefühlsbetonten klaren Gesängen, der sich sowohl ergänzt als auch immer wieder zu bekämpfen scheint, um in zwei ruhigeren, nachdenklich gefühlvolleren Tracks auszuklingen und mit einem letzten Aufgebot an Kraft in einem kleinen Feuerwerk zu enden.

agla

 

01.04.2013

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